Räumung dauert an…

14:35 Alle Besetzer_innen haben mittlerweile einen Platzverweis für die Umgebung erteilt bekommen.
Die Menschen am Fass „warten“ wohl noch auf das entsprechende Gerät der Polizei.

Der Mensch vom Tripod wurde unterdessen auch auf die Wache nach Barsinghausen mitgenommen.

Wer unterstützen möchte, kann dort nach wie vor vorbeikommen oder einfach anrufen und rumnerven. (Adresse und Tel. eins weiter unten)

Räumung am Tripod und 1 Person festgenommen

13:58 Die Kletterbullen machen sich jetzt am Menschen auf dem Tripod zu schaffen. Eine Person wird gerade von den Bullen auf die Wache nach Barsinghausen mitgenommen. Laut Aussage der Bullen bleibt sie erstmal da.

Polizeiwache in Barsinghausen
Hinterkampstr. 6

05105 / 5230

(S-Bahnstation Barsinghausen)

Kommt dorthin oder nervt am Telefon, dass die Person so schnell wie möglich freikommt!

Räumung steht an!

13:20 6 Wannen, 2 Spezialeinheiten, 1 Streifenwagen und 2 mutmaßliche Ziviwagen kommen gerade auf das Feld gefahren. Es sieht stark nach Räumung aus. Bullen verhalten sich nach Einschätzung der Besetzer_innen aggressiv. Leute werden rumgeschubst, Presse ist vor Ort.

SEK im Anmarsch?

Es gibt jetzt die Info, dass angeblich 2 vollbesetzte Bullenwannen an der Autobahnausfahrt 39 „Wunstorf-Kohlenfeld“ stehen. Ob das jetzt das angebliche SEK ist, das kommen soll ist unklar. Kontakt zur BI ist mittlerweile auch hergestellt. Ein Haufen Presse befindet sich auf dem Feld.

Neues vom Feld

11:50 Eben sind frische Infos von der Besetzung eingetroffen: Die Bullen stehen immer noch am Feld, und warten angeblich auf das SEK und dann würde geräumt werden.

Jetzt auch Bauern am Feld

9:55 Gerade sind anscheinend die Dorfbullen (2 Streifenwagen) wiedergekommen.
Allerdings sammeln sich wohl am Rande des Feldes gleichzeitig immer mehr Bauern (sprich Agrarindustrielle) , die zunächst mal nur gucken und Fotos machen. Außerdem werden ein paar warme Worte zwischen Polizei und Agrarindustrie gewechselt. Was weiter passiert, bleibt abzuwarten.

Unter den Besetzer_innen haben sich 2 Personen an ein Fass angekettet, ein Mensch hockt derweil in luftiger Höhe auf dem Tripod.

Außerdem wurde vorne an der Straße zusätzlich eine Mahnwache angemeldet die auch genehmigt wurde..

Bullen…

9:10
Dorfbullen sind eingetrudelt, stehen außen am Feld und verteilen Platzverweise für die Besetzer_innen. Alle sollen sich innerhalb einer Stunde vom Gelände wegbewegen, sonst würden spezielle Einsatzkräfte anrücken…

Komischerweise sind die Besetzis nicht gekommen, um sich von der Polizei sagen zu lassen, wann sie das Feld wieder zu verlassen haben. Folgerichtig werden alle bleiben….

12. August Besetzung 4

Baugelände für Mastanlage in Groß Munzel besetzt!

AktivistInnen besetzen Baufläche von geplanter Mastanlage bei Groß-Munzel.
Die Anlage soll eine von 420 Zulieferbetrieben für den umstrittenen
Megaschlachthof in Wietze werden.

Hannover. In der Nacht zum Freitag haben etwa 20 junge AktivistInnen aus
ganz Deutschland einen unbewirtschafteten Acker im Westen Hannovers
besetzt, auf dem ein Maststall für den Großschlachthof in Wietze geplant
wird. Es wurde ein hoher Dreibeinturm sowie weitere Blockadevorrichtungen
errichtet, mit denen sich die Besetzenden auf einen langen Aufenthalt
vorbereiten. Gegen das Großprojekt in Wietze hatten in den letzten Jahren
massive Protestwellen stattgefunden.

Hintergrund zur Anlage

Auf dem besetzten Gelände soll ein Zulieferbetreib für die im Bau
befindliche größte Geflügelschlachtfabrik Europas in Wietze bei Celle
entstehen, in welcher eine halbe Millionen Tiere am Tag geschlachtet
werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, plant die Firma Rothkötter –
eine von drei marktdominierenden Firmen – um die 420 Mastanlagen mit
jeweils ca. 40.000 Lebewesen zu bauen.
Noch befindet sich der Bau in der Genehmigungsphase. Der Agrarindustrielle
von Hugo klagt währenddessen gegen die ihm auferlegten
Brandschutzmaßnahmen, die das deutsche Baurecht aus Tierschutzgründen
vorsieht.


Ein Megabauprojekt – massive Proteste

Das Bauprojekt in Wietze ist zum Symbol geworden für Proteste gegen
Massentierhaltung. Das Schlachthofgelände wurde schon im Sommer 2010 für
knapp 3 Monate besetzt. Ende Juni kam die Besetzung eines
Zulieferbetriebes in Teplingen, Wendland in den Schlagzeilen, als die
hautpsächlich jungen AktivistInnen gewaltsam von Agrarindustriellen
angegriffen wurden und es mehrere Verletzte gab. Schließlich ging Im Juli
2010 und 2011 jeweils ein Wietzemastbetrieb in Flammen auf und
verursachten je eine halbe Millionen Euro Sachschaden. Es folgten
BekennerInnenschreiben, die das Großprojekt in Wietze mit seinen
Mastanlagen für seinen ökologischen, sozialen und ethischen Fußabdruck
kritisierten. Für fast jede Planung einer Mastanlage gründet sich eine
Bürgerinitiative, die den Widerstand der Betroffenden vor Ort zum Ausdruck
bringt. Dabei ist die Bürgerinitiative in Wietze mit über 1000 Mitgliedern
die größte ihrer Art in Deutschland.

„Diese Besetzung will ein Zeichen setzen gegen den alltäglichen Wahnsinn,
den die Konzerne und die Politik für Geld und Wachstum mit den Menschen
und den Tieren macht. Wir haben uns für diesen Schritt entschieden, um den
Megaschlachthof in Wietze zu verhindern. Die großen Konzerne sind im
kleinen Angreifbar!“,
so Melanie Schmidt, eine der BesetzerInnen. Mit
dieser Aktion wollten sie alle herzlich zu Kaffe, Tee und Häppchen auf das
Feld einladen, um den Schlachthof zu verhindern und sich für eine andere
Landwirtschaft einzusetzen.

Die industrielle Mast

In der geplanten Anlage in Munzel sollen 84.400 Tiere in nur 45 Tagen
durch die Intensivmast ihr „Schlachtgewicht“ von 1,4 bis 1,6 kg erreichen.
Umgerechnet auf einen Menschen bedeutet dies für ein Kind von 30 kg eine
Gewichtszuname von 2 kg am Tag. Kein Wunder, dass die Tiere oft unter
ihrem eigenen Gewicht zusammenbrechen, meinen die Besetzenden.
Die Besetzung richte sich ebenfalls gegen die weitläufigen Folgen der
Massentierhaltung. Klimawandel, der durch die Futterproduktion bedingte
Gensojaanbau in Lateinamerika, der dafür gerodete Regenwald und die
Vertreibung und Versklavung der dortigen Bevölkerung, die Verschmutzung
von Luft, Wasser und Boden hier – industrielle Tierhaltung gingen nicht
nur die Firmen an, die sich mit immer niedrigeren Preisen ausstechen
wollen und immer waghalsigere Riesenprojekte aufziehen, die den längst
übersättigten Markt an Tierprodukten immer weiter fluten, so die
Besetzenden.

Für Interviews und Rückfragen stehen Ihnen die BesetzenrInnen vor Ort
gerne zur Verfügung:
Feldnummer: 0152 36516481
Presseaussenstelle: 01523 6516481
Mail: stopmunzelmast (at) riseup.net

Seite der Bürgerinitiative Munzel BIM: www.buerger-massen.de

Blog zum Widerstand gegen Europas größten Hühnerschlachthof in Wietze:
http://antiindustryfarm.blogsport.de

Webseite der Bürgerinitiative in Wietze: www.bi-wietze.de

Zum tierethischen Aspekt in der industriellen Tierhaltung siehe folgender Text der Albert Schweizer Stiftung zur Hühnermast: www.albert-schweitzer-stiftung.de